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WILLI

GILLI

Die Titel der Ausstellungen von Willi Gilli – diesmal ist es: Vom Gestern oder Heute – sind regelmäßig – wie man so schön sagt – mit Vorsicht zu genießen!


Meistens sind es nämlich geistige Rutschbahnen, die mit Widerhaken versehen sind! Gehen wir aber arglos zunächst einmal davon aus, dass er damit auf die Kontinuität anspielt, die sein Werk im neuen Jahrtausend kennzeichnet.
Das ist die Außensicht der Ausstellung – die Innensicht seines Werkes ist etwas dramatischer! Dort treffen wir nämlich auf die vehemente Auseinandersetzung zwischen dinglichem Gegenstand und geometrischer Form, oder kategorisch formuliert: auf die Konfrontation zwischen Figuration und Abstraktion.


Man kann dieses Aufeinandertreffen trocken als "Dialektik" bezeichnen, wie Maria Lucia Weigel dies in ihrem Essay "Von Taten und Träumen" tut, man kann es aber auch griffiger formulieren: In den Bildern von Willi Gilli geht es – ganz schön zur Sache! Und zwar im Sinne des Wortes!!
Und was die Dialektik angeht – die verschieben wir auf später.